Tiefe Wunden–wenn Friedensfreunde sich bekämpfen

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Es sind immer die Anderen! Vor tausend Jahren führten wir Menschen Kreuzzüge. Blutrünstige Eroberungen geführt vom “richtigen Glauben”. Die gleiche Geschichte ging weiter und gipfelte in den zwei Weltkriegen. Hurra wir sind wieder wer, war der Kampfruf im Gaskrieg mit Millionen Leichen 1914, wir sind die “Bessere Rasse” als die anderen im 2. Weltkrieg.

 

Die Überzeugung vom Fehler der Anderen als Wurzel allen Übels, als Rechtfertigung und Begründung eigener Abgründigkeit eignet sich wie die Hefe beim Aufgehen des Brotteiges. Die Formel “Es sind immer die Anderen” eignet sich in der Weltgemeinschaft, in der Menschengemeinschaft unseres Landes, wie in jedem anderen Land und in den menschlichen Beziehungen bestens, um Uneinigkeit, feindselige Konkurrenz unter Gleichen zu stiften. Folgen wir dieser Formel, dann ist es nur ein kleiner Schritt zur nächsten feindseligen Verhaltensformel  “der Zweck heiligt die Mittel”.

Feindseligkeit und Zwietracht sind die geeignetsten Mittel um eine Ansammlung von Menschen uneins werden zu lassen und gegeneinander aufzubringen.  Sie stiftet alltäglich Unfrieden und bildet den besten Garanten, dass ein System von Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit weitere Jahrzehnte oder Jahrhunderte der Menschheit fortbesteht. Eine wahrlich traurige Bilanz. So irritiert die derzeitige Feindschaft unter Friedensfreunden, der hasserfüllte Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Auffassung und doch angeblich gleicher edler “Friedens-Ziele”. Dies dokumentierte ich in dem Text: http://tv-orange.de/2014/04/feindschaft-unter-friedensfreunden-ein-paar-inhaltiche-fragen-teil-3/ (Teil1-3).

Oh wie satt habe ich diese Feindseligkeit unter Freunden. Es ist genug mit der Vorwurfshaltung und Wortklauberei. Es geht um inhaltliches Verstehen und Tolerieren unterschiedlicher Meinungen. Wenn Zitate aus dem Zusammenhang gerissen verwendet werden, um den Anderen zu diskreditieren, wenn Seilschaften in Parteien und Gruppierungen das Mittel der Intrige angewandt werden. Dann geht es nicht um eine neue, menschliche Zukunft in Frieden und verantwortungsvoller Rücksicht, sondern um Macht, um Präsenz in den Medien, Geldgier, Parlamentssitz,um Quoten, um in Talk-shows zu tingeln.

Ein erstes positives Zeichen von Bereitwilligkeit frei und offen auch über andere Ansicht als der eigenen zu diskutieren, sehe ich in den jüngsten Stellungnahmen von Konstantin Wecker und ebenso in der Antwort von Jürgen Elsässer. Doch dies reicht noch nicht! Richtet eure giftigen Pfeile nicht gegeneinander, verwendet das Wort und die Schrift nicht mehr um euch Falsch Gemeintes oder Unverstandenes zu unterstellen.

Verwendet euren Verstand, um etwas Gemeinsames Neues zu schaffen.

Macht doch selbst erst einmal eure Schwerter zu Pflugscharen!

Vorwurfshaltung und Vorverurteilung ist eine feige Eigenschaft. Denn sie verdeckt nur die Angst, vielleicht selbst nicht recht zu haben. Wie weit diese Geisteshaltung verbreitet ist, darauf verweist Gero Jenner in seinem neuesten Artikel “Die Pfingstheuchler”. (3)

(1) aus der Facebook-Seite von Konstantin Wecker https://www.facebook.com/pages/Konstantin-Wecker/111564412194266?fref=ts           als PDF hier

(2) http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/04/25/konstantin-wecker-sprechen-sie-auf-der-montagsdemonstration/

(3) http://www.gerojenner.com/portal/gerojenner.com/Die_Pfingstheuchler.html


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